Ein Rundgang
Intro
Eine 70 Meter lange Rampe führt auf dem schnellsten Weg in den ersten Stock der Ausstellung. Wer den Rundgang beschleunigt starten möchte, nimmt die Feuerwehrstange. Die anderen die Wendeltreppe.
timesafe
In nonstop ist das Tragen von Zeitmessgeräten nicht erlaubt, es regiert die Eigenzeit. Die Besucherinnen und Besucher sind aufgefordert, ihre Armbanduhren und Handys in einen persönlichen Safe zu schliessen. In der Ausstellungshalle wird die Sicht frei auf die Inszenierung der versammelten Zeitmesser, die Symbole des getakteten Lebens.
rush hour
Das Leben ist schneller geworden, ein Ende der Beschleunigung ist vorerst nicht absehbar. Rush hour empfängt die Besucherinnen und Besucher mit akustischen Wassertropfen, mit denen im Alten Rom die Zeit gemessen wurde und setzt dann zum Rush-hour-Crescendo an.
speedmaster
Beschleunigung gilt als Voraussetzung für Innovation, Produktivitätssteigerung und Fortschritt. Der Tempomacher-Raum bringt diese Schlagworte auf den Punkt. Akteure aus der Wirtschaft erläutern das Geschwindigkeitsklima ihrer Branche.
nonstop
Alltagsobjekte und Innovationen aus der Kulturgeschichte der Beschleunigung ziehen in einem Paternoster ihre Bahn. Die Beschleunigung setzt sich aus einer Summe von Klein- und Kleinstbeschleunigern zusammen. Sie alle haben nur einen Zweck: die Zeit zu sparen.
life time bar
Wir alle hätten eine persönliche Geschichte über die Geschwindigkeit des Lebens zu erzählen. Das Stapferhaus hat stellvertretend zwanzig Personen ausgewählt, die vom Tempo ihres Lebens erzählen. Zwanzig Geschichten von Frauen und Männern, Jungen und Alten: von solchen, die nie Zeit haben und solchen, die zuviel Zeit haben.
time lab
In der Mitte der Ausstellungshalle sind 13 interaktive Stationen verteilt, an denen das Phänomen der Zeit, die vergeht, erforscht werden kann. Die Besucherinnen und Besucher können ihre innere Uhr prüfen, in Erfahrung bringen, was sie bis zu ihrem Lebensende noch tun werden oder Einblick nehmen in die Zeitvorstellungen von Primarschülerinnen und Primarschülern.
check up
Die Nonstop-Gesellschaft braucht Pausen. Anspannung fordert Entspannung. Eine watteweiche Wand ist mit 12 markierten Hörpunkten besetzt, die mit Stethoskopen abgehört werden können. Zeittherapeutinnen und Zeittherapeuten stellen eine Diagnose und geben Zeit-Tipps für das Leben in der Nonstop-Gesellschaft.
realtime
Der Eindruck einer schnelllebigen Nonstop-Gesellschaft ist nicht falsch, aber er ist einseitig. Er verstellt den Blick auf die Realität der Langsamen. Langsame Lebenstempi sind Teil der gleichen Gesellschaft. Der Raum zeigt in Filmbildern langsame Alltagsmomente in Echtzeit: den Gang eines alten Menschen, ein Kind, das seine Schuhe bindet oder behinderte Menschen bei der Arbeit.
fire play
Sind wir zu schnell unterwegs? Oder doch immer noch zu langsam? Haben wir das Feuer noch unter Kontrolle? Wie steht es um unser eigenes Lebenstempo und wohin steuert unsere Tempogesellschaft? Antworten gibt es im knallroten „Fire-Play-Tower“, der wie ein Regieraum über der Ausstellung thront.
open end
Der Estrich ist das Depot für Zeit-Wünsche und -Träume. Ein poetischer, traumhafter Ort, weit weg von der Nonstop- und Tempo-Gesellschaft, den es individuell zu entdecken gilt. Hier beantwortet jeder für sich selbst und doch sichtbar für alle die Gretchenfragen des eigenen Lebens: Wofür hätten Sie gerne mehr Zeit? Was sind die besten Momente Ihres Lebens? Was möchten Sie unbedingt noch erleben? Was kommt in Ihrem Leben immer zu kurz?














