Vergangene Reden

Über die Geschwindigkeit des Lebens

mit Lukas Bärfuss, Schrifsteller und Annalena Fröhlich, Akkordeonistin

Die Zeit rast und wir mit ihr. Weshalb eigentlich? Die Politik sagt, die Wirtschaft drückt aufs Gaspedal, die Wirtschaft sagt, es ist der Markt und der Markt glaubt, es ist der Kunde. Am Ende der Laufzeit von "nonstop" setzten wir ganz auf die Sicht der Kultur.

 

Wohin treibt unsere Gesellschaft? Der Schriftsteller Lukas Bärfuss hielt im Rahmen der „Lenzburger Reden“ des Stapferhauses Lenzburg eine engagierte Rede über die Wahrnehmung von Zeit, Gurkensalat und die Richtungslosigkeit unserer Gesellschaft.

 

Diese Rede fand am Donnerstag, 27. Mai 2010, 19.30 Uhr, im Rittersaal auf Schloss Lenzburg statt.

Time is money 

Eine Rede von Jacqueline Fendt Professorin für Strategie und Unternehmertum an der ESCP Europe Business School, Paris mit Musik von Thomas Demenga, Cello

 

Der grösste Wirtschaftscrash der Nachkriegszeit hat Spuren hinterlassen: Banken benötigen Staatskredite, die Umsätze solider Firmen brechen weg, Arbeitsplätze gehen verloren, das Vertrauen ins Management ist nachhaltig erschüttert. Die Frage nach Verantwortlichkeiten wird eindringlich gestellt. Economic slowdown heisst der erlebte Wirtschaftseinbruch im angelsächsischen Sprachgebrauch.

 

Doch lässt sich die rasende Fahrt in die Krise, wie der Soziologe Hartmut Rosa in der letzten Lenzburger Rede argumentierte, tatsächlich als Tempo-Phänomen, als Ergebnis überdrehter Geschwindigkeit verstehen? War der Turbokapitalismus der letzten Jahrzehnte ein System ohne Bremsen? Wie gehen Branchen und einzelne Wirtschaftsunternehmen künftig mit Geschwindigkeit um? Was ist ein sozial- und wirtschaftsverträgliches Tempo? Wer macht das Tempo? Und wer zieht die Bremse?

Jacqueline Fendt befasst sich als Wissenschaftlerin und Wirtschaftsberaterin seit Jahren mit Akteuren und Prozessen, sowohl in KMUs als auch in Grosskonzernen, u.a. in Unternehmen wie Credit Suisse, Orange Communications, Novartis, Alcatel Lucent, Arcelor Mittal, Gaz de France Suez, etc. Sie entwirft eine persönliche Sicht auf die aktuelle Wirtschaftslage und nimmt Mass an ihren Berufserfahrungen und Forschungsarbeiten der letzten Jahre.

 

Prof. Dr. Jacqueline Fendt ist Direktorin des Lehrstuhls für Unternehmertum an der ESCP European Business School in Paris sowie Forscherin an der Ecole Polytechnique, ebenfalls in Paris. Sie ist zudem Verwaltungs- und Beirätin diverser Jungunternehmen im Bereich der Biotechnologie. Neben ihrer internationalen Lehr- und Forschungstätigkeit arbeitet die 57-Jährige heute als gefragte Beraterin für Wirtschaftsunternehmen in Fusionsprozessen. Einem breiten Schweizer Publikum ist Jacqueline Fendt als erste Direktorin der Expo.01 in Erinnerung; sie leitete das Grossprojekt von 1997 bis 1999 und mobilisierte in dieser Zeit über eine halbe Milliarde Franken Sponsoringgelder in der Schweizer Wirtschaft.

 

Thomas Demenga gehört er zu den herausragenden Cellisten und Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit. Seine Interpretationen historischer Werke im Dialog mit zeitgenössischen Kompositionen, u.a. eingespielt für das Label ECM New Series, machen Demenga zu einem gefeierten Gast internationaler Festivals und Konzerthäuser. Als Interpret, Komponist und Lehrer wurde der 55-jährige Musiker mehrfach ausgezeichnet; zuletzt mit dem Musikpreis des Kantons Bern im Jahr 2007.

 

Diese Rede fand am FREITAG, 27. NOVEMBER 2009, UM 19.30 UHR IM ZEUGHAUSAREAL LENZBURG statt.

Vom Rennen an Ort und Stelle

Vom Rennen an an Ort

Über die Gründe und Folgen der Tempogesellschaft mit Harmut Rosa, Soziologieprofessor an der Universität Jena 

 

LenzburgerRedeHartmutRosa.pdf


Über das Tempo in der Politik

Eveline Widmer-Schlumpf, Bundesrätin

Mit der Lenzburger Rede von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf lanciert das Stapferhaus Lenzburg das Projekt nonstop – über die Geschwindigkeit des Lebens

 

17. Oktober 2008 / Rittersaal, Schloss Lenzburg

 

Tempo_in_der_Politik.pdf