Zeiten des Lebens

Über die Faszination des Zeitempfindens

Premiere 6. November 2009

 

SZENART entwickelt im Rahmen der Ausstellung „Nonstop. Über die Geschwindigkeit des Lebens“ einen Theaterabend von und mit älteren Menschen – über die Faszination des Zeitempfindens.

Die Premiere findet am 6. November 2009, 20.15 Uhr, in Suhr statt.

 

  

Angeleitet durch einen Regisseur und einen musikalischen Leiter erforschten zehn ältere Menschen in einer halbjährigen Probenzeit ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse mit der „Zeit“. Mit diesen zehn AkteurInnen, die alle über 64 Jahre alt sind, stehen mindestens 640 Lebensjahre auf der Bühne. Das ist ein gutes halbes Jahrtausend, es erstaunt also wenig, was da alles an Erlebnissen und Erfahrungen zusammen kommt! „Zeiten des Lebens“ integriert lange Zeiten, grauenvolle Zeiten und verlorene Zeiten. Es wird nach Zeitbrüchen, Stillstand und Zeitrasen Ausschau gehalten - aber auch die schönste Zeit des Lebens darf nicht zu kurz kommen. Musikalisch beschäftigte sich die Gruppe mit den Liedern aus der Kindheit und den Schlagern, die die Jugend prägten sowie mit Klängen und Geräuschen, die mit „Zeit“ assoziiert werden können. Was könnte es Schöneres geben, wenn zum Schluss des Abends alle gemeinsam „Wie grüsst uns der Morgen, so traut und schön“ anstimmen?

 

„Zeiten des Lebens“ lädt das Publikum zu einer Zeitreise ein: Ein Streifzug durch die Vergangenheit führt uns vor Augen, wie das Alltagsleben in den Vierzigern ausgesehen hat oder wie in den Fünfzigerjahren eine Jugend heranwuchs, die neue Ideale zu leben suchte. Es wird ersichtlich, wie in den Sechzigern auf der Suche nach Veränderung und Fortschritt ein Wandel in den Geschlechterrollen ins Rollen kommt, der die stereotypisierten Bilder ins Wanken bringt. Schlussendlich formieren sich nach einer bewegten Jugendzeit langsam Familien, die ihre eigenen Haltungen erfordern, dicht gefolgt von der Frage, was denn ist, wenn die Kinder flügge sind. Und so steigert sich durch das Erinnern an Vergangenes das Bewusstsein für unsere Gegenwart…

 

Im Denken, dass jeder pensionierte Mensch im Schnitt noch 7000 Tage zu leben hat, kann es gut tun, sich mit anderen zusammenzuschliessen, um einen Theaterabend zu kreieren und gemeinsam sich über Vergangenes und verbleibende Wünsche auszutauschen. Die Entdeckung, wie viele spannende Ebenen das eigene Leben hat, soll auch das Publikum bei sich entdecken können. Durch das Sammeln der Erzählungen auf den Proben haben die Spieler und Spielerinnen neue Zeitmomente geschaffen, die sich in ihre Biografie einreihen.

 

Weitere Vorstellungen: SA 7., DO 12., FR 13., SA 14., DO 19., FR 20., SA 21. November 2009, jeweils 20.15 Uhr

 

Regie Hannes Leo Meier Musikalische Leitung Andreas Peter Dramaturgie Ueli Blum Bühne Nicole Henning Kostüme Susanne Boner Licht/Technik Cyrill Bachmann Regieassistenz Maja Bagat Co-Assistenz Simon Gautschy Produktionsleitung Heidi Buri.

 

Spiel Hans Clavadetscher, Alfred Dietiker, Urs Gottscheu, Gudrun Rhyn, Yvonne Roth, Erna Saegesser, Hans-Ueli Sauser, Heidi Schild, Dieter Schmitz, Charlotte Sieber, Anna-Maria Walgis.

 

Ticketpreise                30.-- CHF Erwachsene / 20.-- CHF Legi

Vorverkauf                  ab 1. Oktober 2009 bei Buchhandlung Kronengasse, Aarau.

                                    Tel. 062 824 18 44.

Abendkasse                1 Stunde vor Vorstellungsbeginn

Theaterbar                  1 Stunde vor Vorstellungsbeginn

 

Veranstaltungsflyer: pdf-download

Weitere Informationen: www.szenart.ch

 

 

Rahmenprogramm     AltenDisko mit Spokenwords. Ein Tanzabend für alle, im Besonderen für Leute 60+. Die Hits und Sounds von damals. SA 24.10., ab 19.30 Uhr, Haus zur Zinne, Kirchplatz, Aarau.